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TUŁOWICE
Tułowice wurde erstmals 1447 urkundlich erwähnt und weist auf eine dem Heiligen Rochus geweihte Pfarrei hin. Der Name Tułowice (deutsch: Tillowitz) leitet sich vermutlich von Tilo ab. Welche Rolle Tilo bei der Gründung der Siedlung spielte, ist leider unbekannt. Archäologische Fundstätten belegen jedoch die Anwesenheit von Menschen in diesem Gebiet in prähistorischer Zeit.
Heute ist die Stadt vor allem für ihr bis vor Kurzem hier produziertes Porzellan bekannt, das bis zum Zweiten Weltkrieg weltweit exportiert wurde. Die Manufaktur wurde im 19. Jahrhundert von Ernst von Frankenberg-Ludwigsdorf,
dem Besitzer des örtlichen Schlosses, gegründet, ihren weltweiten Erfolg erzielte jedoch ihr zweiter Besitzer, Erhard Schlegelmilch. Während der kommunistischen Ära produzierte Porcelit Tułowice hier Keramik in großem Umfang. Das markanteste Wahrzeichen der Stadt ist das klassizistische Schloss, das 1824 im Zuge der Erweiterung der ehemaligen Burg. Heute dient es als Internat. Es ist von einem über 6 Hektar großen historischen Park umgeben.
Die Gemeinde Tułowice ist die jüngste der Gemeinden in Oppeln und wurde 1992 gegründet. Das gesamte Gemeindegebiet liegt im geschützten Waldkomplex Niemodlin und zählt damit zu den landschaftlich reizvollsten Gebieten der Region Oppeln. Die Gemeinde umfasst 8.113 Hektar, wovon 70 % Wälder von hohem ökologischen und wirtschaftlichen Wert sind.
Zur Gemeinde gehören die sechs Dörfer: Tułowice, Tułowice Małe, Skarbiszowice, Szydłów, Goszczowice und Ligota Tułowicka. Tułowice liegt nur 8 Kilometer von Niemodlin und 28 Kilometer von Oppeln entfernt. Die Bundesstraße 405 Niemodlin-Korfantów-Prudnik verläuft durch den Ort, und die Autobahn A4 verläuft entlang der östlichen Gemeindegrenze.