HEILIGTUM DER HL. RITA IN GŁĘBINOWO

Im malerischen Städtchen Głębinów am Ufer des Nysa-Sees steht die wunderschöne neugotische Backsteinkirche St. Urban. Sie wurde zwischen 1884 und 1886 an der Stelle einer früheren Kapelle errichtet. Finanziert wurde die Kirche von Jadwiga und Urban Kunze. 1923 wurde hier eine Pfarrei gegründet. Nach dem Zweiten Weltkrieg, genauer gesagt zwischen 1965 und 1971, wurden aufgrund des Baus eines Stausees, des heutigen Nysa-Sees, die meisten Einwohner des Dorfes umgesiedelt. Die Pfarrgemeinde schrumpfte stark auf 30 Familien. Zunächst planten die Behörden den Abriss der Kirche, doch dank des Einsatzes und der Bemühungen des damaligen Pfarrers,

Pater Adam Igielski, konnte sie gerettet werden. Der Kult der Hl. Rita blühte jedoch weiter auf. Die Feierlichkeiten zu Ehren der heiligen Rita begannen hier mit der Ankunft der Reliquien der italienischen Heiligen, Schutzpatronin derer, die in schwierigen und hoffnungslosen Fällen Hilfe suchen, am 22. Mai 2015. An diesem Tag finden jährlich Zeremonien zu ihren Ehren statt. Ende 2018 erhielt die Pfarrei einen neuen Hauptaltar geschenkt, und es wurde beschlossen, ein Bild der heiligen Rita in dessen Mitte aufzustellen. Das Gemälde, das den Altar ziert, wurde von dem Maler Adam Grochalski aus Brzeg geschaffen. Es zeigt die heilige Rita im Schnee, umgeben von blühenden Rosensträuchern, und verweist so auf die Geschichte ihres Lebens und das Wunder, das ihr widerfahren ist. Im Jahr 2021 wurde durch Beschluss des Bischofs der Diözese Oppeln das Diözesanheiligtum der Hl. Rita in Głębinów errichtet. Es fördert nicht nur das Gebet, sondern hat sich aufgrund seiner Lage und natürlichen Schönheit auch zu einem beliebten Ausflugsziel

in der Woiwodschaft Oppeln entwickelt.