MURÓW
Murów liegt etwa 25 km nördlich von Oppeln. Der Name des Ortes taucht bereits 1304 auf. Später wurde Murów, wie viele andere Städte und Dörfer, von einer Pestepidemie heimgesucht, die die Bevölkerung dezimierte. Einige Forscher führen den Namen auf das altpolnische Wort für Pest (d.h. mór) zurück. In der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts erlebte Murów dank des Baus eines Eisenwerks einen Aufschwung. Heute ist der Ort Sitz der Gemeinde Murów. Seine natürliche Schönheit, umgeben von Wäldern, zieht viele Wanderer und Radfahrer an, während der ruhige, malerische Fluss Budkowiczanka, der durch den Ort fließt, ein ideales Ziel für Aktivurlauber ist, die Wasserabenteuer wie Kajakfahren suchen. Geschichts- und Archäologiebegeisterte sollten sich die Überreste einer mittelalterlichen, kegelförmigen Wallburg in Murów im Budkowiczanka-Tal nicht entgehen lassen. Ebenfalls sehenswert sind das markante Bahnhofsgebäude und der nahegelegene Wasserturm. Vor einigen Jahren wurden an den Zufahrtsstraßen zur Gemeinde Schilder mit der Aufschrift „Bitte langsam fahren. Dachs“ und einer Abbildung dieses Raubtiers angebracht. Medien aus dem ganzen Land berichteten über die Dachse, und zahlreiche Besucher strömten nach Murów. Die Gemeinde wollte so zum Überleben der Tiere beitragen, da diese abends und nachts oft in großer Zahl die vielbefahrenen Straßen der Gegend durchstreifen. So wurden die Dachse, die sich in der sauberen, bewaldeten und feuchten Umgebung von Murów angesiedelt haben, zu einem Symbol der Gemeinde.
Erwähnenswert ist, dass das Produkt „Denkmäler, Natur, Dachsschild – So erobert die Gemeinde Murów die Welt“ im Wettbewerb „Bestes Touristischer Produkt der Woiwodschaft Oppeln“ mit dem OROT-Zertifikat 2013 ausgezeichnet wurde.
Die Gemeinde beherbergt zahlreiche private Pferdezüchter und Gestüte sowie Reittherapieeinrichtungen. Außerdem befindet sich hier
die Farska Stodoła in Stare Budkowice, in der Porträts ehemaliger Einwohner, alte Fotografien und Landkarten ausgestellt sind. Eine weitere einzigartige Attraktion ist der komplett aus Holz erbaute Bahnhof in Bukowo – ein Unikat in der Region Oppeln.