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LEWIN BRZESKI
Lewin Brzeski ist eine ehemalige Handelssiedlung in der Nähe des Flusses Nysa Kłodzka an der Handelsroute zwischen Schlesien und Ungarn. Diese Route gilt als Teil der ungarischen Bernsteinstraße. Die Stadtgründung erfolgte um 1250.
Heute beherbergt Lewin Brzeski zahlreiche historische Denkmäler. Einige sind öffentlich zugänglich, andere befinden sich in Privatbesitz. Das kürzlich renovierte Schloss aus dem Jahr 1772 beherbergt heute eine Schule. Zu den Kirchen der Stadt gehören zwei: eine evangelische Kirche aus dem 14. Jahrhundert, die derzeit geschlossen ist, und die Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt, erbaut 1903 im neugotischen Stil. Der Stadtplan mit seinem mittelalterlichen Straßennetz und das Rathaus, dessen heutiges Aussehen aus dem Jahr 1837 stammt, stehen unter Denkmalschutz. Ein Besuch des Marktplatzes im Winter ist ein absolutes Muss. Nicht nur wegen der gut erhaltenen Gebäude, sondern auch wegen der weihnachtlichen Atmosphäre und der Musik, die aus den Lautsprechern nahe des Kulturzentrums ertönt, ist die Stadt einen Besuch wert. Sie ist seit Langem mit Musik, genauer gesagt mit Weihnachtsliedern, verbunden. Das Woiwodschaftsfestival der Weihnachtsliederensembles
„Herody“ findet hier seit Jahrzehnten statt.
Zu jeder Jahreszeit lohnt sich ein Spaziergang auf dem Hügel oder entlang der Nysa Kłodzka. Nahe dem Friedhof steht ein Bußkreuz aus dem Jahr 1617. Die Inschrift lautet in polnischer Übersetzung: „Am 15. April 1617 wurde Georg Friedrich Brandtner, ein junger Mann von 25 Jahren, hier grundlos von dem Mörder Georg … aus Sachsen erstochen.“ Der Name des Mörders fehlt. Es wird vermutet, dass er vom Täter oder einer anderen Person abgeschnitten oder entfernt wurde. Das Motiv für das Verbrechen ist weiterhin ungeklärt.