BYCZYNA

Diese Stadt gilt als Zeitgenosse des polnischen Staates und blickt auf eine äußerst interessante Geschichte zurück, die bis ins frühe Mittelalter reicht. Sie hat die Geschichte maßgeblich geprägt,

unter anderem als Schauplatz des Triumphes der polnischen Waffen. Ohne Jan Zamoyskis Sieg bei Byczyna im Jahr 1588 wäre der polnische Thron an die Habsburger gefallen, und es hätte weder die Wasa-Dynastie noch die Schwedische Sintflut oder die Schlacht am Kahlenberg gegeben. Heute besticht Byczyna vor allem durch zahlreiche historische Denkmäler, die der Stadt ihren einzigartigen Charme verleihen. Die erhaltenen Stadtmauern zählen ebenso wie der gut erhaltene Straßenverlauf zu den ältesten mittelalterlichen Stadtbefestigungen Polens. Zu den Sehenswürdigkeiten gehören die gotische evangelische St.-Nikolaus-Kirche aus dem 14. Jahrhundert, das Rathaus aus der Zeit um 15. und 16. Jahrhundert sowie die barocke Dreifaltigkeitskirche von 1767.

Interessanterweise galt Byczyna im 19. Jahrhundert als die glücklichste Stadt der Welt, da dort jahrzehntelang niemand starb!

Leider währte das Glück der Stadt nicht lange: Mit dem Einmarsch der Roten Armee im Jahr 1945 richtete sie massive Zerstörungen an.