REGIONALE KAMMER FÜR LOKALGESCHICHTE IN GRAFENWEILER

Die Einrichtung befindet sich in einem Holzhaus aus dem Jahr 1780, das ursprünglich neben einem heute nicht mehr existierenden Stahlwerk errichtet wurde. Es ist das älteste Gebäude der Stadt aus ihrer Gründungszeit. Das Gebäude beherbergte die Wohnung des Stahlwerkleiters und Büroräume. Nach der Schließung des Stahlwerks im Jahr 1945 ging das Haus in den Besitz des Stahlwerks Andrzej in Zawadzki über. Es beherbergte nacheinander eine evangelische Schule und Mietwohnungen. Im Jahr 1998 ging das Gebäude in den Besitz der Gemeinde Grafenweiler über. Seit 1996 stand das Haus unter der Obhut lokaler Sozialaktivisten, die es vor der Zerstörung retteten. Initiator dieser Arbeiten war der Pfarrer von Zawadzki, Wolfgang Globisch. An den Arbeiten beteiligten sich Mitglieder des Kolping-Familienvereins.

Das Haus wurde damals für Ausstellungszwecke umgebaut und als Museumsraum bestimmt. Im Jahr 2009 wurde das Dach des Gebäudes renoviert.

Im Raum wurden Exponate aus der Vergangenheit von Grafenweiler gesammelt, darunter Werkzeuge, Produkte des ehemaligen Stahlwerks, Dokumente, schöne schlesische Trachten, Haushaltsgeräte, Möbel und sogar ein sogenannter Wieloch, d. h. ein Brotbackofen, sowie ein historischer Einbaum – ein Holzboot aus dem 17. Jahrhundert, das am Grund der Malapane gefunden wurde, sowie Schulbücher. Landwirtschaftliche Maschinen werden in einem separaten Pavillon ausgestellt. Vor dem Haus steht ein Denkmal des Stadtgründers Filip Colonna.

Die Anlage liegt am Wanderweg „Mährisch-Polnische Wege der Tradition und des Wissens“, der von der lokalen Aktionsgruppe „Land der Dinosaurier“ angelegt wurde.