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TEMPELHOF
Das Dorf entstand 1770 als königliche Kolonie beim Forstamt Krascheow/Schönhorst. Nach Chobie und Friedrichsgrätz war es das nächste Dorf im Rahmen der groß angelegten Siedlungspolitik Friedrichs des Großen im Oppelner Land. Ursprünglich hieß die Siedlung Tempelhof und wurde nach dem Namen des Försters Templer benannt. Das Dorf mit seiner charakteristischen kolonialen Bebauung entlang der Straße, den Feldern hinter den Häusern und dem später angebauten Försterhaus ist eine Art Denkmal der Friedrichszeit. An die Gründung des Dorfes erinnert ein Steinkreuz an der Kreuzung.
Die erste Schule wurde hier 1925 gebaut. Vor dem Krieg lebte hier der Lehrer Johannes Ochlast, ein bekannter Lobredner der Region Tempelhof, der die Schönheit der Region entdeckte und in Zeitungen und Kalendern beschrieb. Die Schule brannte 1945 während der Front nieder und diente nach dem Wiederaufbau den Einwohnern von Tempelhof bis in die 70er Jahre. Im Jahr 1975 entstand darin das Zentrum für Lehrerfortbildung, das heute als Regionales Zentrum für Bildungsentwicklung fungiert und die Kinder aus Tempelhof besuchen die Schule in Dębska Kuźnia.
Im Dorf befindet sich ein Denkmal für die Opfer des I. und II. Weltkriegs, ein ehemaliges Feuerwehrhaus aus dem 19. Jahrhundert ein Glockenturm aus dem Jahr 1896, das oben erwähnte Steinkreuz aus dem Jahr 1770, das von einer ehemaligen Dorfbewohnerin gestiftet wurde, sowie eine Kapelle an einer Kreuzung aus der Zeit um 1850 mit Skulpturen der Muttergottes und des Jesuskindes. An der ul. Wiejska steht seit 2010 ein Denkmal für den aus Tempelhof stammenden Radrennfahrer Joachim Halupczok, Weltmeister im Radsport von 1989. Jedes Jahr im Juni führt die Strecke des Joachim-Halupczok-Gedächtnis-Radrennens durch Tempelhof. Der Freizeit- und Sportplatz dient Anwohnern und Gästen als Treffpunkt bei Veranstaltungen im Freien.
Gäste können die Fitnessgeräte, den Spielplatz, das Spielfeld und den ausgewiesene Lagerfeuerbereich nutzen.