KIRCHE DES HEILIGEN ERZENGELS MICHAEL IN NEUSTADT

Die wahrscheinlich erste Holzkirche in Neustadt entstand bereits 1279, jedoch stammt die erste schriftliche Erwähnung der Pfarrei Neustadt aus dem 14. Jahrhundert. In den Jahren 1554-1627 gehörte die Kirche aufgrund historischer Ereignisse den Lutheranern. Der Bau der heutigen spätbarocken Kirche nach einem Entwurf von Johann Töpper im südlichen Teil der Altstadt begann 1730. Doch bereits fünf Jahre später zerstörte ein Brand das fast fertiggestellte Gebäude. Das Feuer zerstörte unter anderem Fresken von Felix Anton Scheffler, die angesichts des künstlerischen Schaffens des Malers zweifellos eine wunderschöne Ergänzung des Interieurs gewesen wären. Aufgrund des Brandes wurde die Kirche erst 1752 vom Bischof von Breslau, Philipp Gotthard Schaffgotsch, geweiht. Die dreischiffige Kirche, im Inneren von einer Galerie umgeben und mit dem Chor und dem Turm verbunden, verfügt über barocke Ausstattungselemente, darunter einen ungewöhnlichen Altar mit zwei Cherubim und einer Christusfigur im Giebel. Die Kirche wurde im II. Weltkrieg nur geringfügig beschädigt. In den Jahren 1946-1999 wurde die Pfarrei von Dominikanern verwaltet. Interessanterweise stammte einer der berühmtesten Dominikanerpatres im heutigen Polen, Pater Jan Góra aus dieser Gemeinde, der Gründer der Lednica-Bewegung und des jährlichen, landesweiten Jugendtreffens in der örtlichen Gemeinde

auf den Lednica-Feldern.