KIRCHE DES HEILIGEN ERZENGELS MICHAEL IN GROß KOTTORZ

Die ersten Erwähnungen der bestehenden Kirche in Groß Kottorz stammen bereits aus der Mitte des 15. Jahrhunderts. Der heutige spätbarocke Baukörper der Kirche mit seinem markanten 31 Meter hohen Turm wurde jedoch in den Jahren 1782-1784 errichtet. Die Grafenfamilie von Gaschin, die damaligen Besitzer von Turawa und den umliegenden Dörfern, waren die Stifter der Kirche. Die einschiffige, orientierte architektonische Form und die Anordnung mit einem leicht hervorgehobenen Presbyterium mit halbrundem Abschluss verbergen reich verzierte spätbarocke Innenräume mit Veränderungen aus dem 19. Jahrhundert. Im Jahr 1908 wurde in der Kirche

der heutige Hauptaltar mit großen Marmorfiguren des Heiligen Kasimir und Stanislaus Kostka an den Seiten aufgestellt. Wahrscheinlich entstand in derselben Zeit die sorgfältig geschnitzte Marmorkanzel, auf der Motive und Symbolik des Alten und Neuen Testaments zu finden sind. Direkt neben der Kirche befindet sich auch eine neugotische Grabkapelle aus dem frühen 20. Jahrhundert, in der die Familien Löwencron und Garnier, Landbesitzer aus Turawa, begraben sind.