RESERVAT SIEBEN QUELLEN IN ROSENBERG

Das Waldgebiet „Sieben Quellen” entstand im 17. Jahrhundert und steht im Zusammenhang mit dem Ausbau der kleinen Holzkirche der Heiligen Anna in Rosenberg. Die Arbeiten zur Erweiterung der Kirche wurden durch zahlreiche Sümpfe und Torfmoore erschwert. Der Legende nach beteten die Zimmerleute jeden Tag zur Heiligen Anna, damit sie ihnen bei der Trockenlegung des sumpfigen Geländes helfen möge. Eines Tages gingen sieben von ihnen in den Wald, um die Bäume zu fällen, die sie für den Bau von Kapellen brauchten.

Da sprudelte neben jedem von ihnen eine Quelle hervor, und als sie aus dem Wald zurückkehrten, stellte sich heraus, dass das Gelände um die Kirche herum trocken war. Seitdem wird der Ort mit den Quellen

„Sieben Quellen” benannt.

Dieser Ort wurde seit Jahrhunderten von Pilgern und Wanderern auf dem Weg zum Heiligen Anna-Kirchweihfest besucht. Das Wasser aus der Quelle stillte den Durst und ermöglichte es, sich nach vielen Tagen der Wanderung vom Staub zu reinigen. Vor dem Krieg gab es hier ein Gasthaus, dessen Spezialität Forellen voller Speck und Rosenberger Rosenknödel waren. Um die Wende vom 18. zum 19. Jahrhundert traf man sich sonntags und an Feiertagen an der Quelle und veranstaltete hier Tanzfeste. Nach dem Zweiten Weltkrieg geriet dieser Ort in Vergessenheit und erst seit einigen Jahren ist er wieder ein beliebtes Ausflugsziel im Wald.

Dem Wasser aus diesen Quellen werden heilende Eigenschaften zugeschrieben. Am Ufer wurden Kapellen der Heiligen Anna und des Heiligen Hubertus sowie Stationen des Kreuzwegs errichtet. In der Nähe wurde ein Touristenunterstand mit Bänken und einem Platz für ein Lagerfeuer oder einen Grill aufgestellt. Im Jahr 2006 wurde die Papst-Eiche Nr. 57 gepflanzt, die von Johannes Paul II. geweiht wurde. Durch das Gebiet verläuft auch ein Lehrpfad mit Tafeln, der den Titel „Sieben Quellen – Waldheiligtum” trägt.