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Volksbrauchtum und schlesische Küche



VOLKSTÜMLICHE TRADITIONEN – SITTEN UND BRÄUCHE

Das Oppelner Land ist eine einmalige Region. Die Wurzeln seiner Tradition liegen  nämlich in einer einzigartigen Verbindung von polnischen, tschechischen und deutschen kulturellen Einflüssen. Dieses außergewöhnliche Zusammenspiel der Kulturen, ermöglichte es, eine unikale Kultur mit eigenem Dialekt, eigenen Volkstrachten und eigenen kulinarischen Genüssen zu schaffen. Trotz allgegenwärtiger Globalisierung, behalten der schlesische Dialekt, die Sitten und Bräuche, die Tänze, die Lieder und die Literatur in unserer Wojewodschaft immer noch ihren regionalen Charakter und erfreuen so mit ihrer Außergewöhnlichkeit  und  Farbenpracht die Touristen.

Volkstümliche Traditionen im Oppelner Land (Beispiele):

  • Święto Pieśni Ludowej  - Volksliederfest in Gogolin. Seit 1979 findet in Gogolin alle zwei Jahre eine Wettbewerbsveranstaltung statt, auf der das künstlerische Werk folkloristischer Amateurgruppen präsentiert wird.

  • Wodzenie niedźwiedzia - Bärentreiben.  In den schlesischen Dörfern wird dieser alte Brauch bis heute gepflegt. Das Bärenführen findet gewöhnlich am letzten Karnevalssamstag statt. Ein bunter Umzug mit verkleideten Dorfbewohnern zieht in Begleitung geselliger Musik von Haus zu Haus. Dabei steht der Bär immer im Mittelpunkt, denn er symbolisiert all das Böse, das den Menschen widerfahren kann.  Die Hausherren, die der Bär besucht, müssen sich vom Unglück mit Geld, Alkohol oder Süßigkeiten freikaufen.

  • Topienie marzanny - Das Ertränken der Marzanna (einer Strohpuppe) ist der populärste Frühlingsbrauch, der den Abschied vom Winter symbolisiert. Am ersten Frühlingstag wird die Marzanna - Strohpuppe angezündet und von einer Brücke ins Wasser geworfen. Die Marzanna versinnbildlicht den Winter, der dem Frühling Platz machen muss. 

  • Grzebanie basa – Ein Trauerzug mit verkleideten Dorfbewohnern beerdigt symbolisch verschiedene Musikinstrumente. Dieser Brauch ist ein symbolischer Abschluss und Abschied der lauten und geselligen Karnevalszeit.

  • Skubanie pierza – Federrupfen findet meistens im Dezember statt. Frauen rupfen gemeinsam Federn, dabei vertreiben sie sich die Zeit mit volkstümlichen Gesängen und Geschichtenerzählungen. 

  • Żniwniok/Dożynki – Das Erntedankfest hat eine sehr lange Tradition. Am Tage des Erntedankfestes findet ein Dankesgottesdienst statt. Die Dorfbewohner tragen eine Erntekrone in die Kirche, die mit allerlei Naturgaben der Mutter Erde dekoriert ist. Der Erntedankzug wird vom Landrat und der Landrätin geführt. Dann zieht der Umzug mit verkleideten Dorfbewohnern durch das Dorf. Der Höhepunkt dieser Feierlichkeiten ist der Erntekronenwettbewerb. Zum Abschluss des Festes finden Sportwettbewerbe, Vorführungen der Feuerwehr und ein Tanzabend statt.  Fast jede Familie stellt zu diesem Anlass Strohpuppen vor ihre Häuser auf, um auf diese Weise den Dorfalltag darzustellen. 

  • Verzieren der Ostereier und die Oppelner Keramik. Das Verzieren der Ostereier kroszonki hat eine lange, bis ins 10. Jh. zurückreichende Tradition. Die Eier werden in natürlichen Farbstoffen gefärbt und kunstvoll dekoriert. Mit einem speziellen Werkzeug werden auf der Eierschale aufwendige Pflanzenmotive geritzt. Diese einzigartigen Ziermotive wurden auf Fayence und Porzellan übertragen. So entstand das charakteristische regionsspezifische Oppelner Porzellan.

  • Volkshandkunst. Auch wenn die Oppelner Dörfer sehr fortschrittlich sind, kann man hier weiterhin Vertreter mancher „aussterbenden Berufe“, wie Schmiede, Korbflechter, Töpfer antreffen. Ihre traditionellen Erzeugnisse sind die Zierde der Region und werden von Touristen immer noch sehr gern als Souvenirs gekauft.

 

SCHLESISCHE KÜCHE

In der Oppelner Region begegnen sich ständig Einflüsse verschiedener Kulturen. Aus diesem Grund gibt es hier eine große Vielfalt an charakteristischen Gerichten und Produkten. Wir finden hier kulinarische Genüsse der schlesischen und  tschechischen Küche, sowie der Küche der ehemaligen polnischen Ostgebiete. Produkte, die sich durch eine originelle Rezeptur und ungewöhnliche Geschmacksvorzüge auszeichnen, befinden sich auf der Liste der traditionellen Oppelner Produkte. Dazu zählen zum Beispiel: opolski żymlok (Oppelner Semmelwurst), schlesische Klöße und buchty (Dampfklöße), śliszki und mołcka, kołacz śląski (Schlesischer Streuselkuchen), Oppelner Rinderroulade, oder das Getränk ,,kandybał”, das aus den ehemaligen polnischen Ostgebieten stammte. Diese kulinarischen Gaumenfreuden sind in den schlesischen Wirtshäusern zu finden.

 

 

Regionale Gerichte des Oppelner Landes (Beispiele):

  • Kołocz śląski - Schlesischer Streuselkuchen. Die Tradition dieses früher kreisförmigen Gebäcks hat mittelalterliche Wurzeln. Es war jedoch nie ein gewöhnliches regionales Produkt. Kołocz ist nämlich ein Gebäck, das eng mit traditionellem Brauchtum verbunden ist. Er darf bei keiner Familienfeier fehlen. Kurz vor der Hochzeit beschenkt das Brautpaar mit dem traditionellen Gebäck beinahe das ganze Dorf. Heute ist der Kołocz ein großer rechteckiger Hefekuchen mit einer Füllung aus Mohn, Quark oder Aepfeln und Streusel.

  • Kluski śląskie - Schlesische Klöße, auch weiße Klöße genannt. Sie werden aus gekochten und geriebenen Kartoffeln, Mehl und Eiern zubereitet. Sie werden meistens zu allerlei Braten und Soßen serviert. Sie dürfen bei keinem schlesischen Sonntagsessen, sowie bei keinen wichtigen Familienfesten fehlen. Das Rezept wird in schlesischen Familien von Generation zu Generation weitergegeben. 

  • Opolska rolada wołowa - Oppelner Rinderroulade. Das ist ein traditionelles Gericht aus einem Fleischstück, das mit Räucherspeck, Zwiebeln und sauren Gurken befüllt wird.  Rouladen kann man meistens auf dem Sonntagstisch finden, natürlich werden sie traditionell mit Klößen und modroj kapusta, also gekochtem Rotkraut mit Gewürzen und Speck serviert.

  • Śląski żur – schlesischer Gärstoff.  Das ist ein Halbprodukt zur Vorbereitung eines in Schlesien sehr beliebten und geschätzten Gerichtes – saure Mehlsuppe oder Eintopfgericht mit Räucherspeck. Diese Gerichte werden meistens mit gestampften Kartoffeln verzehrt. Früher haben die Hausfrauen dieses Halbprodukt selbst aus  Roggenmehl, Brotkrusten und Wasser mit Knoblauch, Salz und Zucker hergestellt. Das alles wurde in einen speziellen Topf getan, den ,,żurok”, in dem das Gemisch sauer wurde. Heute kann man den Gärstoff fertig in Lebensmittelgeschäften kaufen.

  • Żymlok opolski biały - Weiße Oppelner Semmelwurst. Der Name kommt von dem Wort „żymła”, das im schlesischen Dialekt Semmel bedeutet. Aus eben diesen Semmeln, Schweininnereien, Zwiebeln und Gewürzen wird die köstliche Wurst gemacht. Die Oppelner Semmelwürste  werden auch weiße Semmelwürste genannt, weil ihnen kein Tierblut hinzugefügt wird. Żymlok opolski biały wurde als ein traditionelles Produkt des Oppelner Schlesiens mit dem Preis der „Kulinarischen Perle“ auf der Messe Polagra Farm in Poznań (Posen) ausgezeichnet.

  • Kartoffelsalat. Das ist ein traditioneller Salat aus Kartoffeln und Speck (am Heiligabend wird der Speck durch Heringe ersetzt), manchmal mit Karotten, Zwiebeln und sauren Gurken oder Eiern mit Majonäse angereichert.

  • Śląskie niebo - Schlesischer Himmel.  Das ist ein traditionelles Gericht aus geräuchertem und gekochtem Fleisch in einer Backpflaumensoße, das mit buchty, also mit schlesischen Dampfklößen serviert wird.

  • Gołąbki – Kohlrouladen mit Grieß und Kartoffeln. In den ehemaligen polnischen Ostgebieten waren die Kohlrouladen früher ein Weihnachtsgericht. Heute sind sie eine alltägliche Mahlzeit. Die blanchierten Kohlblätter werden mit einer Grießmasse, Kartoffeln und Zwiebeln gefüllt. Die gekochten Krautwickel werden mit frisch geschmolzenem Speck übergossen.

  • Pańćkraut mit Rippchen. Pańćkraut ist eine einheitliche Masse aus Kartoffeln und Kraut, mit geriebenen Karotten und goldbraunen Speckgrieben. Das Gericht wird mit Rippchen, die in Gemüsebrühe gekocht haben, serviert. Früher war das eine Speise für beztydzień, also für jeden Tag und so ist es bis heute geblieben. 

  • Mołcka. Dieses Gericht wird am schlesischen Heiligenabend traditionsgemäß als letztes serviert. Diese Spezialität hat eine soßenähnliche Konsistenz und wird aus Lebkuchen, Gemüse, Dürrobst, Rosinen und Nüssen zubereitet. Die letzteren verleihen der Speise einen süßlichen Geschmack. Mołcka wird entweder warm oder kalt serviert.

  • Szpajza – Geleespeise.  Das ist die bekannteste traditionelle schlesische Nachspeise. Sie wird aus Gelee, Fruchtsaft oder Kompott, Eiweiß und Obst zubereitet.  Dekoriert wird sie mit Schlagsahne und Früchten. Früher gab es diese Geleespeise fast nur mit Zitronengeschmack, heute gibt es sie auch in der Kirsch- oder Schokoladenvariante.

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